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Eine Reise - 10 Stabkirchen

Haben Sie den historischen Roman „Die Glocke im See“ von Lars Mytting gelesen? Die Geschichte erzählt von einem kleinen Dorf im Gudbrandstal im 19. Jh.
und wie eine der großartigsten Stabkirchen Norwegens gekauft und nach Dresden in Deutschland gebracht wurde. Es geht um Sagen, Hoffnung, Glaube und Liebe.
Die meisten sind Annahmen, aber die Erzählung beruht auf tatsächlichen Ereignissen, und Stabkirchen spielen nach wie vor eine wichtige Rolle im norwegischen Kulturerbe.
Vor der Reformation im Jahr 1537 gab es in Norwegen über 1.000 Stabkirchen. Heute stehen nur noch 28 Stabkirchen.
Eine davon ist in Ringebu, wo sich die Legende gebildet hat und „Die Glocke im See“ spielt. 

Teile der Tour folgen den norwegischen Landschaftsrouten Sognefjellet und Valdresflye.
 

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Tagesprogramm

Tag 1: Ankunft in Lillehammer
Ein Besuch des Freiluftmuseums Maihaugen steht auf dem Programm. Die idyllische Landschaft dieses großen Freiluftmuseums ist verlockend und vermittelt einen Eindruck über das Leben in alten Zeiten. Eine Sammlung von über 200 Häusern aus dem 12. Jh. und bis heute, darunter auch die Stabkirche von Garmo.
Besuchen Sie Bjerkebæk, wo die Nobelpreisträgerin Sigrid Undset in zwei alten Blockhäusern ein unverwechselbares Zuhause geschaffen hat. Hier lebte sie, als sie Kristin Lavransdatter schrieb, eine Trilogie historischer Romane, die Leben und Glauben im mittelalterlichen Norwegen beschreiben.
Im Lillehammer Kunstmuseum erwartet den Besucher die permanente Sammlung, die norwegische bildende Kunst vom 19. Jh. bis heute umfasst. Es gilt als eines der bedeutendsten Kunstmuseen des Landes mit besonders wichtigen und repräsentativen Werken aus den Jahren 1820-1930.
Für Familien mit Kindern empfehlen wir einen Besuch im Familienpark Hunderfossen, einem Vergnügungspark, und das Land der Trolle und traditionellen norwegischen Märchen.
Unterkunft in Lillehammer

Tag 2: Lillehammer - Ringebu - Hundorp - Vågå (139 km)
Ein Halt an der Stabkirche von Ringebu ist hochinteressant, denn sie zählt zu den größten des Landes und entstand um 1220. Die Stabkirche von Ringebu liegt inmitten von Hügeln und Ackerland und ist von einem Friedhof mit einer herrlichen Anlage umgeben. Die Stabkirchen-Ausstellung erzählt die Geschichte der Kirche und der Menschen, die sie besuchen. Wenn Sie den historischen Roman „Die Glocke im See“ von Lars Mytting gelesen haben, wissen Sie nun, von woher die wahre Legende stammt.Bei einer Pause auf dem Dale-Gudbrands Bauernhof in Hundorp stehen die Ereignisse im Vordergrund, die die Bewohner des Gudbrandstals vom nordischen Glauben zum Christentum führten. Im Laufe der Geschichte legten Pilger auf dem Weg nach Nidaros am Hof eine Ruhepause ein und er wurde für sie ein natürlicher Rastplatz. In der Umgebung des Dale-Gudbrands Bauernhofs liegen verstreut in der Landschaft alte Grabhügel und Grabstätten.
Bei einem Zwischenstopp in Vågå folgt man auf den Spuren von Edvard Munch zum schönen Garten des Pfarrhauses Ullinsvin. Der Garten wurde vom Priester Johan Storm, dem Urgroßvater von Edvard Munch, angelegt.
Unterkunft in Vågå

Tag 3: Vågå - Sognefjellet - Urnes - Luster (133 km)
Ein Halt in Lomskyrkja lädt zum Besuch der Stabkirche von Lom ein, denn sie ist eine der größten und schönsten Norwegens. 
Von Lom aus geht es entlang der Straße 55 in Richtung Sogndal.Die Fahrt verläuft auf der Straße 55, der norwegischen Landschaftsroute Sognefjellet. Die Straße klettert langsam das Tal zum Gipfel mit 1.434 m hinauf und ist damit der höchste Bergpass Nordeuropas. Die Landschaft bietet eine natürliche dramatische Kulisse mit den hoch aufragenden Gipfeln des Nationalparks Jotunheimen, der Heimat der nordischen Götter und Riesen sowie der Trolle. Die Aussichtspunkte unterwegs laden zu einem Halt ein, um die Schönheit der Naturlandschaft zu genießen. Bei gutem Wetter ist eine kurze Wanderung möglich.
Dann geht es weiter zum Sognefjord. Das klare Wasser wechselt je nach Lichteinstrahlung und Wetterlage von grün nach blau.
Von Skjolen aus wird die Fahrt auf einer schmalen Straße an der Südseite des Lustrafjords fortgesetzt. Dann folgt man der Beschilderung nach Urnes Stavkyrkje.
Ein Besuch der Stabkirche von Urnes bietet einen Einblick in die herausragende Verwendung von Holz, die an die Steinarchitektur der Romanik erinnert, und ein außergewöhnliches Beispiel handwerklichen Könnens ist. Sie ist die einzige norwegische Stabkirche, die auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt wurde.
Halten Sie unterwegs an und schauen Sie sich den wunderschönen Wasserfall Feigefossen an, der 218 m in die Tiefe stürzt und einer der längsten, ungezähmten Wasserfälle Norwegens ist.
Anschließend geht es mit der Fähre von Ornes nach Solvorn.
Unterkunft in Luster

Tag 4: Luster - Kaupanger - Lærdal - Borgund - Filefjell - Vang (146 km)
Der nächste Halt sind die Sammlungen G.F. Heibergs – Volkskundemuseum Sogn, das eines der ältesten und größten Volksmuseen Norwegens ist. Die Ausstellungen informieren über Landwirtschaft, Handwerk und Bauernkunst, Kleider, Textilien, Kirche, Folklore und Kindheit.
Ein Halt in der Stabkirche von Kaupanger lohnt sich, denn ihre Höhe ist ein bemerkenswertes Merkmal. Außerdem sind ihre Innenwände nicht mit ornamentalem Schnitzwerk verziert.
Im alten Dorfkern von Lærdalsøyri kann man gut erhaltene Holzhäuser aus dem 18. bis 19. Jh. bewundern. Mit kleinen Läden, Cafés und einem Museum ist das Dorf eine einzigartige Attraktion in Westnorwegen.
Die Stabkirche von Borgund, die ca. 1180 entstand, ist außerordentlich gut erhalten und die signifikanteste Stabkirche in Norwegen. (Kilde: stavechurches.com)
Als Nächstes folgt ein Spaziergang entlang von Teilen der Kongevegen. Die Rundreise Vindhella–Sverrestigen ist eine der beliebtesten Teile der alten Straße, die durch eine imponierende historische Landschaft führt. Hinter der neuen, roten Kirche in Borgund sind Hinweisschilder, und es geht über den Filefjell-Pass mit 1.013 m zum höchsten Punkt.
Die St. Thomas-Kirche in Filefjell ist ebenfalls ein Muss und war ursprünglich eine kleine Stabkirche. Jahrelang war sie eine Ruine, aber 1971 wurde eine neue Kirche gebaut. Es gibt viele Legenden über Kirche, Geister, heilende Kräfte und magische Kirchenglocken.
Sehen Sie sich die Stabkirche von Øye an, die gegen Ende des 12. Jh. errichtet wurde. 200 Jahre lang gab es sie nicht mehr und unter dem Boden der neuen Kirche entdeckte man 156 alte Bauelemente. Die rekonstruierte Kirche wurde 1965 eingesegnet.
Unterkunft in Vang, Valdres

Tag 5: Vang - Fagernes - Valdresflye - Sjodalen (93 km)

Die Fahrt geht weiter auf der E16 in Richtung Fagernes und eine Reiseunterbrechung ist an der Stabkirche von Høre angesagt. Eine ungewöhnliche runische Inschrift datiert die Kirche auf das Jahr 1179. Die Stabkirche von Høre ist reich mit Drachen- und Löwenschnitzereien aus dem Mittelalter verziert. Ferner hat sie zwei schöne Portale.
Weiter geht es zur Stabkirche von Lomen, die angeblich ca. 1192 entstand. Um die Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung zu erfüllen, wurde sie umgebaut und erweitert. Verschiedene mittelalterliche Portale der Kirche sind mit Schnitzwerk und Tierornamenten verziert.
In Slidredomen befindet sich die alte Hauptpfarrkirche von Valdres, die aus dem Jahr 1100 stammt.
Ein Besuch des Valdres Volksmuseums in Fagernes ist äußerst interessant. Das Freiluftmuseum hat fast 100 Häuser und Bauten, rund 20.000 Gegenstände und ist das viertgrößte Museum seiner Art in Norwegen. Zu den ständigen Exponaten gehören zudem norwegische Volkstrachten. Biegen Sie links ab auf die Straße 51 in Richtung Beitostølen und Vågå.
Die Stabkirche von Hegge aus dem Jahr 1216 erwartet dort Ihren Besuch. Im Innern sehen Sie die ursprünglichen Mittelschiffssäulen mit geschnitzten vollplastischen Kopfbildungen. Eine dieser Mittelschiffssäulen trägt eine runische Inschrift.
Die Weiterfahrt erfolgt auf der landschaftlich reizvollen Route Valdresflye, mit einem schönen Blick auf das beeindruckende Jotunheimen-Gebirge. Vorbei geht es am Gjende-See und den berühmten Besseggen-Kamm, bekannt als der „Gendin“ in Henrik Ibsens Peer Gynt.
Unterkunft in Sjodalen

Tag 6: Sjodalen - Lillehammer (144 km)
Die Fahrt geht weiter talabwärts und die Abbiegung auf die Straße 257 führt in Richtung Heidal und Sjoa. Im Heidaltal befindet sich die größte Anzahl von denkmalgeschützten Gebäuden in Norwegen.
Weiterfahrt durch das Gudbrandstal nach Lillehammer.

Rückfahrt nach Hause oder Weiterreise in Norwegen.